AutoMobil | Veränderte Wahrnehmung – warum wir bei beschlagenen Scheiben zu schnell fahren

09.11.2012

Wenn sich dicke Nebelschwaden auf die Straßen und Autobahnen legen, heißt es: runter vom Gas. Das Problem: anders als bei Nebel unterschätzen viele Fahrer bei beschlagenen Scheiben ihre Geschwindigkeit.

Im Nebel darf man bei weniger als 50 Metern Sichtweite nur 50 Stundenkilometer fahren. Foto: © Oliver Lang/ddp

Wenn sich dicke Nebelschwaden auf die Straßen und Autobahnen legen, ist der erste Impuls: runter vom Gas. So haben es die meisten Autofahrer gelernt. Doch anders als bei Nebel unterschätzen viele Fahrer bei beschlagenen Scheiben ihre Geschwindigkeit.

Projektleiter am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik.Paolo PrettoProjektleiter am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik. 

Dass sich beide Situationen so unterschiedlich auswirken, überrascht auch die Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für biologische Kybernetik in Tübingen. Dort hat ein Forscherteam das Verhalten von Autofahrern bei Nebel und beschlagenen Scheiben untersucht.

Unsere Wahrnehmung spielt uns einen Streich

Der Grund liegt in der Wahrnehmung des Menschen: Im Nebel erscheinen entfernte Dinge langsam, nahe Dinge scheinen urplötzlich aus dem Nichts aufzutauchen. Bei beschlagenen Scheiben verhalten sich die Kontraste genau anders.

Weshalb zwar beide Situationen die Sicht rauben, aber dennoch unterschiedliches Verhalten bei Autofahrer auslösen und was Autofahrer und Industrie daraus lernen können, hat der Forschungsleiter Paolo Pretto im Interview erklärt.

AutoMobil - Geschwindigkeit wird bei beschlagenen Scheiben unterschätzt

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