AutoMobil | Neue Promillegrenzen für Radfahrer?

20.07.2012

Wer Alkohol trinkt, lässt das Auto stehen - und nimmt meist ganz selbstverständlich das Fahrrad. Doch auch hier gibt es hohe Strafen. Für den NRW-Innenminister ist das nicht genug: Er will die Promillegrenze senken.

Klare Sicht oder Tunnelblick? Auch Radfahrer riskieren drakonische Strafen bei Alkoholmißbrauch. Foto: Sascha Schuermann/ dapd

Sprecherin des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs ADFCBettina CibulskiSprecherin des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs ADFC 

Viele sehen das Fahrrad als das ideale Fortbewegungsmittel, wenn man mal das ein oder andere alkoholische Getränk zuviel hatte.

Promillegrenze soll sinken

So sollte das aber nicht sein, findet Ralf Jäger, Innenminister von Nordrhein-Westfalen (SPD). Er verlangt, dass die Promillegrenze für Radfahrer gesenkt wird. Die liegt derzeit bei 1,6 Promille, ab dann gilt der Radfahrer als „absolut fahruntüchtig„.

Doch auch, wer darunter bleibt, kann mit einer Geldbuße, Punkten in der Verkehrssünderdatei in Flensburg, Führerscheinentzug und sogar Radfahrverbot bestraft werden.

Polizisten verlangen mehr Sanktions-Möglichkeiten

Die Gewerkschaft der Polizei GDP sieht zu wenig Handlungsspielraum mit der aktuellen Promillegrenze. Und das, obwohl die Zahl der Verurteilungen von alkoholisierten Radfahrern sinkt.

Was bringt eine niedrigere Grenze für Alkohol und das Radfahren? Und welche Modelle könnten Alternativen sein? Wir haben darüber mit Bettina Cibulski vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club gesprochen.

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