Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrer: “Tausendundeine Rampe”

20.12.2012

Ein, zwei Stufen reichen, um Rollstuhlfahrern den Zugang zu beispielsweise einem Restaurant immens zu erschweren. Der Verein Sozialhelden will dem entgegenwirken – mit 1001 Rampen. Wir sprechen mit Raúl Krauthausen darüber.

Der Online-Karte wheelmap.org zufolge sind 60.000 Orte wie Cafés oder Banken in Deutschland nicht für Rollstuhlfahrer zugänglich. Foto: © Jens Schlueter/dapd.

Mitgründer des Vereins Sozialhelden. Foto: Melanie Wehnert / Sozialhelden e.V.Raúl KrauthausenMitgründer des Vereins Sozialhelden. Foto: Melanie Wehnert / Sozialhelden e.V. 

Schnell Geld abheben, dann kurz einen Kaffee trinken und anschließend einkaufen gehen – an 60.000 Orten in Deutschland ist das für Menschen im Rollstuhl nicht ohne weiteres möglich. Das dokumentiert die Karte wheelmap.org des Vereins Sozialhelden: Sie versieht die einzelnen Orte mit Symbolen. Grün für zugänglich, gelb für kleine Stufen und rot für nicht rollstuhlgerechte Orte.

Der Verein möchte die derzeitige Situation ändern und will diese Orte mit kleinen Rampen auszustatten – 1001 Stück als ein Anfang. Dafür benötigt der Verein Spenden, die er derzeit per Crowdfunding sammelt.

Mitbegründer des Vereins ist Raúl Krauthausen. Mit ihm haben wir über die Aktion und über grundsätzliche Probleme gesprochen, die Rollstuhlfahrern den Alltag erschweren.