Das Aussterben der Sprachen

27.07.2011

Jeder Mensch besitzt mindestens eine Muttersprache, 6500 sind es weltweit. Doch nie ist ihr Aussterben so rasant vorangeschritten wie heute - ein Plädoyer für die Sprachenvielfalt.

Sprachen sind Grundlage für das eigene Identitätsverständnis. Deshalb sind ihre Erforschung und Dokumentation für die Zukunft der Völker von großer Bedeutung. © nimkenia/pixelio.de.

ist Professor am linguistischen Institut der Universität Köln.Nikolaus Himmelmannist Professor am linguistischen Institut der Universität Köln. 

Noch nie war die Zukunft der Sprachenvielfalt so ungewiss. In hundert Jahren soll es nach Schätzungen der UNESCO von den heutigen 6500 nur noch rund 650 Sprachen geben.

Zwar werden wohl die wenigsten von uns das noch miterleben – aber werden unsere Kinder und Enkelkinder bald nur noch Englisch oder Chinesisch sprechen? Welche Sprachen sind am stärksten vom Aussterben bedroht? Und warum ist es wichtig, Sprachen zu schützen? Das haben wir Nikolaus Himmelmann gefragt. Er ist Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft für bedrohte Sprachen e.V.