Buchhandlungen und Verlage gegen Amazon

Hat Amazon die rote Linie überschritten?

02.07.2014

Amazon nutzt seine Marktmacht als einer der größten Buchhändler schamlos aus und erpresst die Verlage - das meint zumindest der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und hat Klage beim Bundeskartellamt eingereicht.

Die Zeiten kleiner gemütlicher Buchläden sind vorbei - das fürchten zumindest viele Verlage und Händler vor der Konkurrenz durch den Onlineriesen Amazon.

Foto: Eclipse Books - Bellingham, Washington von brewbooks bei Flickr (CC BY-SA 2.0)

Vor 20 Jahren hat Jeff Bezos den Onlinehandel Amazon gegründet, um über das Internet Bücher zu verkaufen. Heute verkauft Amazon nahezu alles  und ist in seinem ursprünglichen Geschäftsfeld so erfolgreich, dass Verlage und Buchhandlungen sich bedroht fühlen.

Aktuell beklagen sich insbesondere der amerikanische Verlag Bonnier und die schwedische Hachette-Gruppe, weil die Unternehmen nicht auf die Rabattforderungen von Amazon eingehen würden, liefert der Onlinehändler ihre Bücher angeblich extra langsam aus.

Für den Börsenverein des Deutschen Buchhandels ist Amazon jetzt definitiv zu weit gegangen. Er vertritt die Interessen von Verlagen, Zwischenhändlern und Buchhandlungen und hat Klage beim Bundeskartellamt eingelegt. Im Gespräch erklärt der Geschäftsführer Alexander Skipis, was der Verein an Amazon kritisiert.

ActuaLitté - Alexander Skipis CC BY-SA 2.0Ich sehe dann ein Problem, wenn Amazon den Verlagen die Bedingungen diktiert.Alexander SkipisHauptgeschäftsführer Börsenverein des Deutschen Buchhandels e. V.