Cartoon-Malerei gegen Digitalisierung

Mit Cartoons gegen die Digitalisierung

14.10.2016

Sie sitzen zwischen den Stühlen. Eine Gruppe junger figurativer Maler stemmt sich gegen die Digitalisierung in der Kunst. Und das mit den Mitteln des Cartoons. Elke Buhr vom MONOPOL-Magazin berichtet.

Gegen die Digitalisierung

Kennen Sie Grace Weaver, Allison Katz und Sanya Kantarovsky? Nein? Werden Sie aber, denn eine Gruppe junger figurativer Malerinnen und Maler macht gerade von sich reden. In einer Zeit, in der die Kunst von einer Digitalisierungsdebatte durchzogen wird, wollen diese jungen Künstler die Macht des Analogen demonstrieren.

Unser gesamtes Leben wird von der Digitalisierung bestimmt. Alles bewegt sich ins Virtuelle und da ist die Malerei natürlich ein völlig anachronistisches Medium – total haptisch! Wenn man „Öl auf Leinwand“ schon hört, denkt man ans 15. Jahrhundert. – Elke Buhr, Monopol

Mit den Mitteln des Cartoons

Comics und Cartoons stehen heute wie kaum eine andere Kunstform für die Digitalisierung. Der Zeichentrick ist fast komplett von der Computer-Animation verdrängt worden. Trotzdem eignen sich gerade Cartoons zur Kunstkritik. Sie sind einerseits zugänglich und andererseits verschroben und bizarr.

Da liegen Frauen extrem elegant auf einem Bett, das könnte eine Jugenstil-Malerei sein, aber die eine ist eben an ihrem Laptop. Diese Vermischung ist extrem interessant und attraktiv. Und das macht richtig Spaß. – Elke Buhr, Monopol

Elke Buhr ist Chefredakteurin bei Monopol und hat mit detektor.fm-Moderator Christian Eichler über die jungen, wilden Cartoon-Zeichner gesprochen. Außerdem empfielt sie für das Wochenende die Ulay-Ausstellung in der Schirn Kunsthalle in Frankfurt am Main.


Kultur in dieser Woche – in Kooperation mit

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berichtet seit 2004 über Kunst & Kultur.


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