“Da wo der Hanf blüht” – Aktivisten pflanzen in Göttingen Cannabis

11.07.2013

Die Gruppe "Einige Autonome Blumenkinder" hat das Stadtbild in Göttingen um zahlreiche Hanfpflanzen erweitert. Damit möchte sie gegen das Verbot von Cannabis protestieren. Eine Aktion, die mittlerweile deutschlandweit für Aufsehen sorgt.

Neben vielen kleine Hanfpflänzchen haben auch ausgewachsene Exemplare in Göttingens Straßen gestanden. Foto: GJG

In der Göttinger Innenstadt sind vor kurzem an zahlreichen Stellen Hanfpflanzen entdeckt worden. Die Gruppe „Einige Autonome Blumenkinder“ hat sich dazu bekannt, säckeweise Hanfsamen in der Stadt gesät zu haben. Mittlerweile sind diese zu kleinen Pflanzen herangewachsen.

Die in Göttingen verbreiteten Pflanzen enthalten zwar angeblich nur verschwindend geringe Mengen des Wirkstoffs THC, aber der Anbau von Hanf ist in Deutschland sehr streng reguliert und auch in diesem Fall illegal.

Die Pflanzen landen auf dem Kompost

Während die Polizei die Pflanzen wieder aus dem Stadtbild entfernt und kompostiert, hat sie deshalb ein Ermittlungsverfahren gegen die unbekannte Aktivistengruppe eingeleitet.

Die Grüne Jugend Göttingen befürwortet die Aktion hingegen und unterstützt sie mit einem Fotowettbewerb. Eines ihrer Mitglieder, das anonym bleiben möchte, steht in engem Kontakt mit den Guerilla-Hanfgärtnern und hat uns deren Ziele erläutert.

Der Sinn und Zweck dieser Aktion ist, auf die restriktive Drogenpolitik aufmerksam zu machen. – Grüne Jugend Göttingen