Kino | Zoomania, Das Tagebuch der Anne Frank & 13 Hours

Von Weltliteratur bis Kriegsszenerie

03.03.2016

Die Kinotipps der Woche diesmal: drei Filme, die thematisch nicht unterschiedlicher sein könnten. Ein Animationsfilm, eine Buchadaption und ein Kriegsfilm mit realem Hintergrund. Und doch hat jeder dieser Filme auf seine Art mit unserer Zeit hier & jetzt zu tun. Anna Wollner weiß, was sich lohnt.

Zoomania – Eine Verschwörung im Großstadtdschungel

Was wäre ein Jahr ohne neuen Disneyfilm? Eben. Deswegen kommt jetzt auch der Animationsfilm „Zoomania“ in die Kinos. Zoomania ist eine gigantische Großstadt, die von vielen verschiedenen Tieren bewohnt wird.

Eine Bewohnerin ist die Polizistin Judy Hopps. Da sie jedoch „nur“ eine Häschen ist, wird sie von ihren Kollegen nicht ernst genommen – bis ihr ein Sonderauftrag zugeteilt wird. Um eine Verschwörung aufzudecken, muss sie sich auf den Fuchs und Trickbetrüger Nick Wilde einlassen. Kann das gut gehen?

„Zoomania“ ist ein großartiger Film. Disney hat sich hier fast schon wieder selber übertroffen – weil „Zoomania“ ist eben diese Stadt, in der jeder alles sein kann, in der alles möglich ist. – Anna Wollner

Das Tagebuch der Anne Frank – Verfilmung von einem Stück Weltliteratur

Der Regisseur Hans Steinbichler traut sich in seiner Neuverfilmung an das literarische Werk „Das Tagebuch der Anne Frank„. Die Handlung ist wohl beinahe jedem nur zu gut bekannt: das jüdische Mädchen flieht während des zweiten Weltkriegs mit ihrer Familie in die Niederlande. Doch auch dort werden sie von den Nationalsozialisten aufgepürt.

Anne stirbt mit ihrer Schwester im KZ Bergen-Belsen. In der Zeit, die sie in ihrem Versteck verbringen musste, schrieb die Jugendliche regelmäßig in ihr Tagebuch, das nach ihrem Tod von ihrem Vater veröffentlicht wurde. Das Tagebuch wurde zu einem Stück Weltliteratur.

In einer Sonderaufführung feierte die Neuverfilmung im Zuge der 66. Berlinale seine Premiere. In der Hauptrolle der Anne Frank: die 16-jährige Schauspielerin Lea van Acken.

Also eine neue Facette bleibt hier eigentlich vollkommen außen vor […]. Was für mich die Entdeckung an der Verfilmung von Anne Franks Tagebuch ist, ist eigentlich die Hauptdarstellerin Lea van Acken. – Anna Wollner

13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi – Ein patriotsches Blutbad

Afrika, genauer gesagt: in der lybischen Hafenstadt Bengasi. Eine Terror-Miliz überfällt das US-Konsulat. In der Nähe des US-Geländes befindet sich ein CIA-Stützpunkt. Die Truppen dort werden jedoch nicht angefordert, um den Überfall aufzulösen.

Ein ehemaliger Soldat, gespielt von John Krasinski, will seinen Landsleuten trotzdem zu Hilfe eilen. Zusammen mit anderen Soldaten stürzt er sich in einen illegalen 13-stündigen Einsatz und verteidigen gemeinsam die Botschaft.

Auch dieser Film beruht auf einer wahren Begebenheit, die der Regisseur Michael Bay in seinem Film eingefangen hat.

Michael Bay inszeniert hier einfach drauf los und vergisst im Moment des Inszenierens […] die Geschichte, die er eigentlich erzählen wollte. – Anna Wollner

Welcher Film lohnt sich also diese Woche? Das verrät Filmexpertin Anna Wollner im Gespräch mit detektor.fm-Moderator Alexander Hertel.

Filmfestival VenedigDas war so ein Moment, wo ich am liebsten den Film [...] angehalten hätte, um wirklich alles entdecken zu können.Anna Wollnerist und bleibt einfach Disneyfan. 

Redaktion: Theresa Strohbach


 

Der Trailer zu „Das Tagebuch der Anne Frank“

Der Trailer zu „Zoomania“

Der Trailer zu „13 Hours“