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Debatte um Wulff: Wie viel Privatangelegenheiten darf ein Politiker haben?

Politiker sind als gewiefte Taktiker bekannt. Das betrifft auch ihre Rhetorik. Im Falle von Bundespräsident Christian Wulff stehen im Moment zwei Fragen im Raum: Erstens: Hat er die Unwahrheit gesagt? Die Antwort darauf ist „Nein“. Und zweitens: Hat er die ganze Wahrheit gesagt? Die Antwort darauf ist auch „Nein“.

Edda Müller - Vorsitzende von Transparency Deutschland. Foto: © Danetzki.

Vorsitzende von Transparency Deutschland. Foto: © Danetzki.
Edda Müller

Und da beginnt das Problem. Vor drei Jahren war Christian Wulff – damals noch als niedersächsischer Ministerpräsident – nach seinen geschäftlichen Beziehungen zu einem befreundeten Unternehmer befragt worden. Die hatte er in der Tat nicht. Was er jedoch verschwieg, war ein privater Kredit seiner Ehefrau. Immerhin in Höhe von 500.000 Euro. Jetzt ist Wulff in Erklärungsnot. Und Politiker der Opposition fordern schnelle Aufklärung.

Aufklärung fodert auch die Vorsitzende von Transparency Deutschland, Edda Müller. Wie sie den Fall Christian Wulff sieht und was ihrer Meinung nach die Konsequenzen aus Wullfs Handeln sein müssen, das erklärt sie im Interview.