Der schönste Weltuntergang im Kino – “Melancholia”

06.10.2011

Lars von Trier packt den Zuschauer mit einer bisher selten gesehenen Bildgewalt. Das vermeintlich traurige Sujet überzeugt mit einer ganz eigenen Bildsprache und ist von nahezu perfekter Schönheit. Fazit: Unbedingt ansehen.

Kirsten Dunst gewann für “Melancholia” den Preis als Beste Schauspielerin in Cannes. / Foto: © Christian Geisnæs

hat für detektor.fm den Film Melancholia angesehen.Kino-Expertin Anna Wollnerhat für detektor.fm den Film Melancholia angesehen. 

Wenn im Kino jemand die Welt untergehen lässt dann kracht es meistens so richtig und der Regisseur heißt Roland Emmerich, Steven Spielberg oder Michael Bay. Das in seinem neuesten Film das Enfant Terrible des europäischen Autorenkinos den Weltuntergang herbeisehnt – damit hat wohl keiner so richtig gerechnet. Zumal es um die Premiere in Cannes ja noch diesen Nazi-Skandal gab. „Melancholia“ von Lars von Trier ist ein waschechter Weltuntergangsfilm.

Einen schöneren und vollkommeneren Weltuntergang gab es wohl nicht in Kino.

„Melancholia“- der Name spricht für sich. Der Regisseur Lars von Trier scheint die Depressionen, unter denen er laut eigener Angaben während „Der Antichrist“ gelitten hat, in seinen nächsten Film zu übertragen.Wir haben unsere Kino-Expertin Anna Wollner im Gespräch, die sich sichtlich begeistert zeigt.