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Design | Designers‘ Open Spezial

Alltag in 3D – Von LaserOrigami und 3D-Print

Mittlerweile sind 3D-Drucker keine Seltenheit mehr – sie werden immer günstiger, sodass man sich zu Hause selbst als Designer versuchen kann. Doch es gibt auch noch andere Varianten, um 3D-Objekte herzustellen, zum Beispiel das „LaserOrigami“. An diesem Wochenende kann man solche Objekte auf den Designers‘ Open in Leipzig anschauen.

+++ detektor.fm ist Medienpartner der Designers‘ Open – in dieser Woche beschäftigen wir uns deshalb mit dem Thema Design +++


 

Sachen nicht nur auf Papier sondern auch in 3D drucken, das ist schon spektakulär. Und diese Drucker werden auch im privaten Bereich immer beliebter.

Das mag daran liegen, dass sie in den letzten Jahren wesentlich günstiger geworden sind. Doch das 3D-Printing ist nicht die einzige Möglichkeit, Objekte in 3D zu erstellen. Da gäbe es nämlich beispielsweise noch das „LaserOrigami„.

Stefanie Müller - ist Studentin am Hasso-Plattner-Institut und arbeitet am Projekt »LaserOrigami«.

ist Studentin am Hasso-Plattner-Institut und arbeitet am Projekt »LaserOrigami«.
Bei unserem LaserOrigami haben wir uns gedacht, okay vielleicht können wir diese Laserschneider nehmen und auch 3D-Objekte machen ohne, dass man irgendwas zusammenbauen muss.Stefanie Müller

 Mit Lasern falten und auf Nachhaltigkeit achten

Eva-Marie Meyer hat sich das genauer angeschaut und mit Stefanie Müller über „LaserOrigami“ gesprochen. Sie erklärt, wie sie auf die Idee kam, mit Lasern zu arbeiten und was das mit Origami zu tun hat. Denn mit Lasern zu arbeiten, ist auf den ersten Blick nichts Besonderes mehr. Das Neue daran ist, dass sich damit ziemlich benutzerfreundlich 3D-Objekte herstellen lassen.

Auch Steve Rommel arbeitet in einem ähnlichen Bereich und  forscht am Fraunhofer Institut im Bereich Generativer Fertigung. Für ihn spielt bei der Materialwahl das Thema Nachhaltigkeit eine große Rolle.

Steve Rommel - forscht am Fraunhofer Institut im Bereich »Generative Fertigung«.

forscht am Fraunhofer Institut im Bereich »Generative Fertigung«.
Ideal wäre es natürlich, wenn ich ein bio-basiertes Material habe, dass vielleicht in der Zukunft auch bio-abbaubar ist.Steve Rommel
LaserOrigami und 3D-Print 03:33


LaserOrigami – 3D-Objekte schneiden und biegen


+++ Der Beitrag zum Nachlesen +++

Vom 3D-Printing haben die meisten schon einmal was gehört. Vor ein paar Jahren wurden damit hauptsächlich Prototypen gefertigt, doch mittlerweile landen fast 30 Prozent der 3D-Druck-Erzeugnisse, direkt beim Endverbraucher. Und genau der hat immer mehr Mitsprache-Recht. Steve Rommel forscht am Fraunhofer-Institut im Bereich „Generative Fertigung“ und erklärt warum.

Es gibt die sogenannte Prosumer-Bewegung, also der Kosument wird zum Produzent. Ich habe also die Möglichkeit, wenn ich möchte, mit ins Design einzugreifen und tatsächlich in die Produktion. Das ist sicherlich ein Trend, der sich abzeichnet. Aber ich habe hier eben die Möglichkeit vom Handy-Cover bis hin zu industriellen Applikationen, Maschinenkomponenten, die zum einen neue Funktionen integrieren, das heißt einfach, dass ich keinen Zusammenbau mehr habe und keine unterschiedlichen Komponenten mehr brauche, um das selbe Ergebnis zu erzeugen . – Steve Rommel

Ein Nachteil ist allerdings, dass sie nicht besonders schnell sind. Deshalb hat sich Stefanie Müller vom Hasso-Plattner-Institut in Potsdam Gedanken gemacht, wie man mit weniger Zeitaufwand 3D-Objekte herstellen könnte. Die Idee für Laser-Origami war geboren.

Bei 3D-Druckern ist es so die sind sehr sehr langsam. Also wenn man da ein kleineres Objekt ausdruckt, das kann schnell mal drei, vier, fünf Stunden dauern. Auf der anderen Seite gibt es eben viel schnellere Maschinen, wie zum Beispiel diese Laserschneider, aber die können normalerweise nur 2D-Teile ausschneiden. Und am Ende muss man die dann zusammenbauen und das kann dann eine ganz schöne Friemelarbeit werden. Bei unserem LaserOrigami haben wir uns gedacht, okay vielleicht können wir diese Laserschneider nehmen und auch 3D-Objekte machen ohne, dass man irgendwas zusammenbauen muss. – Stefanie Müller

Das Ergebnis ist beachtlich: Statt mehrere Stunden auf das Objekt warten zu müssen, kann man es schon in wenigen Minuten in den Händen halten. Beim Laser-Origami schneidet der Laser nicht nur, sondern er biegt auch. Die Kanten werden so erhitzt und den Rest erledigt die Schwerkraft. Im ersten Moment klingt das alles sehr technisch, doch Stefanie Müller legt großen Wert auf die Benutzerfreundlichkeit.

Die 3D-Drucker und Laserschneider etc. die sind ja im Moment noch hauptsächlich in Designbüors werden die verwendet und vielleicht bei Architektur-Universitäten etc. Jetzt ist natürlich die Sache, dass viele Menschen natürlich gar nicht das Wissen haben, um das vom Grund auf alles neu zu bauen. Bei LaserOrigiami haben wir das zum Beispiel so bereit gestellt, dass quasi du und ich das ganz normal benutzen können. – Stefanie Müller

Beim Laser-Origami werden vor allem Kunststoffe verarbeitet. Doch bei all der innovativen Technik, lassen die Forscher auch die Nachhaltigkeit nicht aus den Augen. Besonders Steve Rommel liegt das Thema am Herzen. Er sieht in dem noch sehr jungen Verfahren 3D-Printing eine Chance, von Anfang an nachhaltig zu wirtschaften.

Wir konzentrieren uns auf Kunststoffe und der Großteil der Kunststoffe ist ja heute noch erdölbasiert, was mir persönlich ein Dorn in gewisser Weise im Auge ist. Also wir möchten diese Technologie gleich in Richtung Nachhaltigkeit drücken, weil wir Ressourcen schon effizient fertigen können, weil wir verbauen tatsächlich nur das Material, was wir brauchen. Und ideal wäre es natürlich, wenn ich ein bio-basiertes Material habe, dass vielleicht in der Zukunft auch bio-abbaubar ist. – Steve Rommel

Die Maschinen werden immer günstiger und so hat man selbst die Chance, das Design von Produkten zu beeinflussen. Dabei spielt auch Nachhaltigkeit eine immer größere Rolle.

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