Deutscher Buchpreis 2019 | Saša Stanišić

„Herkunft“

Jedes Jahr wird auf der Frankfurter Buchmesse der Deutsche Buchpreis verliehen. Wir stellen jeden Tag einen der nominierten Romane vor. Heute: „Herkunft“ von Saša Stanišić .

Deutscher Buchpreis

Wer sind die 20 Nominierten für den Deutschen Buchpreis 2019? Wir stellen täglich einen Roman vor.

Der Autor: Saša Stanišić

Bereits mit zehn Jahren wollte er Schriftsteller werden: Saša Stanišić. Der Autor, Jahrgang 1978, wurde in Jugoslawien geboren und ist mit 14 Jahren zusammen mit seiner Mutter vor den Auswirkungen des Bosnienkrieges nach Deutschland geflohen. In Heidelberg machte er sein Abi, studierte unter anderem Slawische Philologie und schrieb während dieser Zeit seine ersten literarischen Texte.

2006 legte er dann seinen Debütroman „Wie der Soldat das Grammofon repariert“ vor, der in über 30 Sprachen übersetzt wurde. Es folgte „Vor dem Fest“, für den er den renommierten Preis der Leipziger Buchmesse erhielt. Auch der Erzählungsband „Fallensteller“ wurde mit mehreren Literaturpreisen ausgezeichnet.

Das Buch: „Herkunft“

Ein Buch über Heimaten, Sommererlebnisse und Familiengeschichte: In „Herkunft“ erinnert sich Stanišić unter anderem an seine eigene Kindheit in Višegrad und an sein Leben als Migrant in Heidelberg. Es ist eine Mischung aus Essay, Biografie und Fiktion, in der er in seiner eigenen, unnachahmlichen und poetischen Art und Weise von einer dementen Großmutter, aber auch vom Schlittenfahren und den Schwierigkeiten beim Verfassen eines Lebenslaufs erzählt. Dabei stellt er die privaten Erfahrungen in einen gesellschaftlichen Kontext und erklärt, wie Erinnerung funktioniert. Ein Buch voller lebendiger Erinnerungen von einer Heimat, einer Herkunft, die es nicht mehr gibt.

Hören Sie hier einen Auszug aus dem Hörbuch gelesen von Lukas Diestel.

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