“Deutschland ist in der Medienpolitik so schlecht aufgestellt…”

03.05.2010

Der Gründungsintendant des Deutschlandradios über der Pressefreiheit, unabhängigen Journalismus und die Frage, warum er die Medienpolitik in Deutschland für einen Bremser hält.

Ernst Elitz 15 Jahre lang Herr über alle Mikrofone von Deutschlandfunk und Deutschlandradio.

in der Sendezentrale des Deutschlandradio. Elitz war von 1994 bis 2009 Intendant des Senders. / © Berthold Stadtler (ddp)Ernst Elitzin der Sendezentrale des Deutschlandradio. Elitz war von 1994 bis 2009 Intendant des Senders. / © Berthold Stadtler (ddp) 

Er hat 15 Jahre lang den Hörfunk in Deutschland entscheidend geprägt: denn er war der Herr über die beiden nationalen Hörfunkprogramme Deutschlandfunk und Deutschlandradio. Seit er 1994 auf diesen Sessel kam, und damit auch Gründungsintendant des Deutschlandradio ist, hat er die Umbrüche und die Neuerfindungen des Deutschen Hörfunkmarktes mit gestaltet – und damit auch, im juristischen Sinne, lange Zeit den Kopf hingehalten für all das, was die Journalisten in diesen Häusern so machen. Wir sprechen daher mit ihm über Pressefreiheit, mutigen Journalismus und die Zukunft des Radios.

Im Teil 1 des Interviews spricht Ernst Elitz über die Pressefreiheit und das Bild des hintergründigen Journalisten in der modernen Zeit.

Im Teil 2 geht es um die Zukunft des Radios, das Scheitern von DAB, die deutsche Medienpolitik und den Einfluss der Politik auf die Medienmacher.