Deutschlands Elite: Vom Adels- zum Doktortitel

18.09.2012

Ein Doktortitel demonstriert Erfolg und Wissen — ähnlich wie früher der Adelstitel. Ein Eliten-Forscher hält den "Doktor" nicht immer für zwingend notwendig, aber sehr hilfreich für die Karriere.

Eine Doktorarbeit hilft auf der Karriereleiter. Foto: © Patrick Sinkel/dapd

schätzt, dass der Doktortitel auch künftig nicht an Bedeutung verlieren wird.Prof. Michael Hartmannschätzt, dass der Doktortitel auch künftig nicht an Bedeutung verlieren wird. 

„Wissen ist Macht“ — das sagte der englische Philosoph Francis Bacon im 16. Jahrhundert. Gültig ist der Satz bis heute. Ein Titel steht für Erfolg — und ist für die Karriere oft wichtig.

Früher aber, als man sich noch auf Fürstenhöfen traf, sah das mit der Macht etwas anders aus. Mächtig und erfolgreich war, wer aus dem Adel kam. Doktoranden und Magister standen jahrhundertelang unter dem Adel.

Das Bild hat sich jedoch gewandelt: mehr als einen symbolischen Charakter haben Adelstitel kaum noch. Dagegen genießen Doktortitel in vielen Branchen weiterhin eine große Anerkennung.

Der Doktortitel hat in den meisten Bereichen noch eindeutige Vorteile. – Michael Hartmann

Wie wichtig der Titel tatsächlich noch ist, haben wir Michael Hartmann gefragt. Er beschäftigt sich mit Eliten-Soziologie und ist Professor an der Technischen Universität in Darmstadt.