Die Angst des Schützen – ein Psychologe erklärt Elfmeterschießen

06.07.2010

Die gute Nachricht dieser Wochen ist ohne Frage die, dass Deutschland das Halbfinale der Fußball-Weltmeisterschaft erreicht hat. Mit dieser jungen Mannschaft, trotz des Verletzungspechs und das auch noch, ohne sich da irgendwie durchzumogeln.

Wie man es nicht macht. Podolski verschießt den Elfmeter gegen Serbien. Foto: Oliver Lang/ ddp.

Diplom-Psychologe an der Universität Leipzig.Georg Froese.Diplom-Psychologe an der Universität Leipzig. 

Wer England 4:1 und Argentinien gar 4:0 besiegt, steht völlig zu Recht unter den letzten vier. Nun also im Halbfinale gegen Europameister Spanien, die aktuelle Nummer zwei der Weltrangliste. Das wird auf jeden Fall noch mindestens eine Nummer schwerer. Und da sollte man nicht sicher davon ausgehen, dass das so eindeutig wird. Gut denkbar, dass wir ins Elfmeterschießen müssen. Bisher hat keine deutsche Fußballmannschaft ein Elfmeterschießen bei einer Weltmeisterschaft verloren.

Der Diplom-Psychologe Georg Froese forscht über Duellsituationen im Sport und hat sich intensiv mit dem Elfmeterschießen auseinandergesetzt.

Im ersten Teil des Interviews geht es vor allem um die Angst des Torwarts, aber auch des Schützen und die Psychologie des Elfmeterschießens.

In Teil zwei des Interviews sprechen Christoph Dziedo und Georg Froese über Beispiele aus der Vergangenheit, die richtige Reihenfolge der Schützen und ein mögliches Elfmeterschießen gegen Spanien.

 

Und so knapp kann man scheitern: Ghana vs. Uruguay nach 120 Minuten: