Die Causa Pistorius: Sind Beinprothesen ein Vorteil beim Sprint?

06.08.2012

Als erster Olympia-Teilnehmer mit Beinprothesen überhaupt sprintete Oscar Pistorius auf 400 Metern bis ins Halbfinale. Die Diskussion ist im vollen Gange.

Oscar Pistorius läuft seine 400 Meter bei den Olympischen Spielen 2012 in London. Foto: © flickr.com/ Will Clayton

ist Physiker an der Universität Stuttgart.Daniel Häufleist Physiker an der Universität Stuttgart. 

Wer am Wochenende die olympischen Leichtathletik-Wettbewerbe verfolgt hat, wird den Namen Oscar Pistorius kennen. Der südafrikanische Sportler stand im Halbfinale des 400-Meter-Rennens und ist damit der erste Olympia-Teilnehmer mit Beinprothesen überhaupt.

Seine Starterlaubnis bei Olympia hat sich der 25-Jährige vor dem Internationalen Sportsgerichtshof im Jahr 2004 erstritten.

In der Sportwelt wird diskutiert: Warum sollen behinderte Menschen nicht auch bei Olympia starten? Auf der anderen Seite: Lassen sich sportliche Leistungen objektiv vergleichen, wenn technische Hilfsmittel eingesetzt werden?

Daniel Häufle ist Physiker an der Universität Stuttgart und hat sich intensiv mit dem Fall Pistorius beschäftigt. Er redet mit uns über die Beschaffenheit der Prothesen und ihre eventuellen Vorteile.