Der Druck der Quote: “Die Harald Schmidt Show” und “Gottschalk live”

29.03.2012

Am 3. Mai geht Die "Harald Schmidt Show" nicht nur in die Sommerpause, sondern verschwindet komplett vom Bildschirm. Die Quote ist für Sat1 zu schlecht. Auch bei Thomas Gottschalk sieht es nicht viel besser aus. Ist die Zeit der Late-Night-Shows und Fernseh-Dinosaurier vorbei?

Harald Schmidt und Thomas Gottschalk: Vereint - sowohl beim deutschen Fernsehpreis als auch beim Quotentief. Foto:© Frederico Gambarini/dapd

Eigentlich lag ja der mediale Fokus auf „Gottschalk live“. Wie lang kann er bei so wenigen Zuschauern noch durchhalten? Und wann sagen die ARD-Intendanten: „Es reicht!“? Da kommt überraschend die Meldung: Die „Harald Schmidt Show“ wird abgesetzt. Noch Wochen zuvor haben sich die beiden Fernseh-Dinos gegenseitig über Twitter bekriegt und über ihre Quoten gelästert.

Medienressortleiter bei der taz / Foto: Wolfgang BorrDavid DenkMedienressortleiter bei der taz / Foto: Wolfgang Borr 

Und genau diese schlechten Quoten sind jetzt der Grund für das Ende der „Harald Schmidt Show“, nach fast 17 Jahren. Nicht die Sendung, nicht der Moderator, sondern die Quote sei Schuld, sagt Sat1. Ist es jetzt vorbei mit Late-Night-Talk im deutschen Fernsehen? Schon lange war es jedenfalls vorbei bei Harald Schmidt mit Sketchen, wie Bimmel & Bommel und einem Zuschauer der Metal erklärt.

Über den Quotendruck im deutschen Fernsehen und ob das Ende der Harald Schmidt Show wirklich ein Verlust ist – darüber haben wir mit David Denk, Leiter des Medienressorts bei der taz, geredet.

Die Bereitschaft im deutschen Fernsehen sich auf Neues einzulassen, ist wesentlich geringer als alte Quotenbringer zu Tode zu reiten. (David Denk)