Die ungelöste Frage des Monats: Was ist der Nocebo-Effekt?

30.01.2012

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Oder lieber nicht, wenn sie sich vor dem Nocebo-Effekt schützen wollen.

Der Nocebo-Effekt: Wenn das Wissen über Nebenwirkungen krank macht. Foto: Alexandra H./ pixelio.de

Es ist keine ungewöhnliche Situation: eben hat man noch die aufkommenden Erkältungsanzeichen mit einem Schmerzmittel behoben, im Halbschlaf den Beipackzettel eifrig studiert und nur wenige Stunden später hämmert der Schädel, man fühlt sich benommen und schwindlig – genauso wie’s bei den Nebenwirkungen beschrieben war.

In den meisten Fällen ist das aber kein Zufall, sondern der sogenannte Nocebo-Effekt. Das ist der „böse Zwilling“ des Placebo-Effekts.

Der Nocebo-Effekt macht uns krank, statt uns auf wundersame Weise zu heilen. Denn so wie sich ein Patient nach Einnahme eines Placebos besser fühlen kann, kann umgekehrt allein das Wissen über Nebenwirkungen von Medikamenten Symptome auslösen. Was hat es mit dem Nocebo-Effekt auf sich?

Das ist ein Fall für unsere ungelöste Frage des Monats. Und einige Antworten liefert uns Tobias Boll. Er ist Redakteur des „Journals der ungelösten Fragen“.

Kooperation | „Die ungelöste Frage des Monats“

detektor.fm und das „Journal of unsolved questions“ starten neue Reihe

Zwar sind Journalisten und Wissenschaftler nicht immer die besten Freunde: die einen seien zu verkopft, die anderen zu oberflächlich – das werfen wir uns gegenseitig immerzu vor. Doch damit soll Schluss sein, zumindest im Kleinen. Gemeinsam mit dem „Journal of unsolved questions“ widmen wir uns der „ungelösten Frage des Monats“ – Jeden ersten Montag im Monat.