Doping-Beichte von Lance Armstrong: Wie lange können Menschen lügen?

15.01.2013

Platzt seine Lebenslüge? In einem Interview soll Lance Armstrong zugeben, gedopt zu haben. Die Beichte wäre für viele Beobachter überraschend, hat doch Armstrong bisher Doping immer abgestritten. Bricht er jetzt unter der Last seiner Lüge zusammen?

Die Titelgewinne der Tour de France wurden Lance Armstrong bereits im Oktober 2012 aberkannt. Foto: © Henning Kaiser/dapd

Die Lüge

Hin und wieder wird sie von jedem Menschen eingesetzt, um sich den Alltag zu erleichtern. Jahrelang aufrecht erhaltende Lügen wiegen dagegen um einiges schwerer – und die Aufdeckung ist oftmals spektakulär. In die Reihe der größten Lügner der letzten Zeit kann sich möglicherweise auch bald Lance Armstrong einordnen.

Überraschende Beichte

ist Psychologe und Buchautor.Mathias Jungist Psychologe und Buchautor. 

Laut amerikanischen Medienberichten soll der ehemalige Radprofi am Donnerstag in einem Interview mit Oprah Winfrey den Gebrauch von Dopingmitteln gestehen. Die Beichte käme überraschend: Jahrelang hat Armstrong den Einsatz von Dopingmitteln konsequent geleugnet – trotz eindeutiger Belastung durch Teamkollegen.

Im Oktober 2012 sind ihm sämtliche nach 1998 gewonnenen Titel wieder aberkannt worden, inklusive seiner sieben Titel der Tour de France.

 

Warum Armstrong sich für das öffentliches Geständnis endschieden haben könnte und inwiefern es ihn psychisch entlasten würde, haben wir mit dem Psychologen  Mathias Jung besprochen.

Tolstoi hat einmal gesagt: „Andere belügen ist nicht so schlimm, wie sich selbst zu belügen.“ – Mathias Jung