Ebola-Epidemie breitet sich in Westafrika weiter aus

Ebola-Virus: Gefahr oder Panikmache?

01.04.2014

Die Ebola-Epidemie breitet sich in Westafrika weiter aus. Man spricht von einem gefährlichen Virus, denn die Krankheit ist zunächst kaum von einer gewöhnlichen Grippe zu unterscheiden und verläuft meist tödlich. Was ist wirklich dran an den Befürchtungen?

Die mikroskopische Aufnahme eines Ebola-Virus-Partikels. Foto: theglobalpanorama | Flickr | Lizenz: CC BY-SA 2.0 

Die Ebola-Epidemie ist vor etwa zwei Wochen im westafrikanischen Guinea ausgebrochen und hat seitdem dutzende Todesopfer gefordert. Inzwischen hat die Krankheit auch das benachbarte Liberia erreicht. Das meist tödliche Ebolafieber ist tückisch: Es beginnt mit leichten Grippesymptomen und  führt bald darauf zu Organversagen. Dabei gibt es keine Impfungen oder Heilungsmöglichkeiten.

Schnelle Ausbreitung und extremer Verlauf – Grund zur Sorge?

Um sich vor der Krankheit zu schützen, hat das nördliche Nachbarland Senegal seine Grenze zu Guinea geschlossen. Aus Europa sind Forscher nach Guinea gereist, um vor Ort beim Nachweis und der Diagnostik des Virus Unterstützung zu leisten. Ist die Lage tatsächlich so kritisch oder wird man das Virus schnell in den Griff bekommen?

Über die Einschätzung der Lage haben wir mit dem Virologen Christian Drosten gesprochen. Er ist Direktor des Instituts für Virologie am Universitätsklinikum Bonn und beschäftigt sich mit neu auftretenden Infektionen am Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF).

Die Behandlungsmöglichkeiten sind zur Zeit im Bereich des Experimentellen. – Christian Drosten