Eklig aber erfolgreich: Die Faszination für das Abscheuliche

22.08.2013

Es geht um Hämorrhoiden und Körperausscheidungen: Der Film "Feuchtgebiete" startet heute in den Kinos. Schon das Buch von Charlotte Roche war ein Bestseller. Doch warum schauen wir uns so etwas an?

Der Ekel gegenüber Körpergerüchen und Fäkalien entwickelte sich im 18. Jahrhundert als Schutzfunktion vor Krankheitserregern. Foto: txmx 2 / flickr.com

forscht zum Thema «Medien und Emotionen».Clemens Schwenderforscht zum Thema «Medien und Emotionen». 

  In „Feuchtgebiete“ spricht die Protagonistin Helen Memel ganz unbefangen über Analfissuren, Hämorrhoiden und sämtliche Körperflüssigkeiten. Das Buch hatte den Reiz eines Eklats, der Trailer zum gleichnamigen Film wurde auf Youtube zensiert.

 

Auch Formate wie das sogenannte Dschungelcamp spielen mit dem Ekel. Trotzdem – oder gerade deswegen – hat die Darstellung von Ekelhaftem Erfolg.

 

Warum reizt uns das Ekelhafte und Abscheuliche so? Das fragen wir Clemens Schwender, Professor für Medienpsychologie an der Hochschule der populären Künste Berlin.