Entwerten zu viele gute Noten das Studium?

23.04.2013

An deutschen Universitäten werden immer mehr gute Noten vergeben. Das hat ein Bericht des Wissenschaftsrates ergeben. Doch woran liegt das und was können wir von anderen Ländern lernen?

Viele Studenten können sich freuen: Oft stehen auf Zeugnissen nur noch gute und sehr gute Noten. Foto: © Matthias Penke/ flickr.com

ist Leiter des Institut für Forschungsinformation und QualitätssicherungStefan Hornbostelist Leiter des Institut für Forschungsinformation und Qualitätssicherung 

Das Beratergremium der Bundesregierung hat festgestellt, dass 2011 mehr als 80 Prozent der Diplom- und Masterstudenten die Noten „sehr gut“ und „gut“ bekommen haben.

Die Ursachen für diese Noteninflation sind vielfältig.

Keine Signalwirkung mehr

Ein Grund ist, dass der Großteil der Noten nicht auf die Leistung der Studenten zurück geht, sondern auf den Standort. Das „Institut für Forschungsinformation und Qualitätssicherung“ fordert daher einen Standard zur Qualitätssicherung bei der Notenvergabe. Das Problem: Noten haben, weil sie alle gleich sind, keine Signalwirkung mehr.

 

Stefan Hornbostel, leitet das „Institut für Forschungsinformation und Qualitätssicherung“, und hat uns das Phänomen der Noteninflation erklärt. Außerdem haben wir darüber gesprochen, wie es die Niederländer besser machen.

 

Es ist wichtig, dass wir wieder zurück zu einer Kultur kommen, bei der die Fachstandards zählen. – Stefan Hornbostel