Feinkost | Berliner Küche im „Tisk“

Berliner Klassiker neu interpretiert

11.04.2019

Broiler und Königsberger Klopse haben in guten Restaurants nichts zu suchen? Martin Müller sieht das anders. Der Koch und Inhaber der Speisekneipe Tisk in Neukölln beweist, dass Spreewaldgurke und Suppengrün einen so richtig vom Hocker hauen können.

Tisk-Inhaber Martin Müller: eine Rarität

Der Berliner Koch Martin Müller ist in vielerlei Hinsicht eine Rarität: Erstens ist er wirklich in Berlin geboren, genauer gesagt im damals noch unsanierten Prenzlauer Berg der 80er Jahre. Zweitens ist er einer der wenigen, die sich trauen, die bodenständige Berliner Küche auf Fine Dining Niveau zu heben. Und drittens scheint er nicht unter einem übersteigerten Ego zu leiden, wie so viele andere Spitzenköche.

Letzeres wohl auch deshalb, weil Martin Müller fast aus der Notwendigkeit heraus Koch geworden ist. Um seine alleinerziehenden Mutter zu unterstützen, sorgte er schon früh dafür, dass seine jüngeren Schwestern etwas Warmes auf dem Teller hatten.

Der Beruf Koch ist irgendwie hängengeblieben. – Martin Müller, Koch und Inhaber der Neuköllner Speisekneipe Tisk

Von Tim Raue gelernt

Heute mit 34 Jahren, hat er bereits einige nahmhafte Stationen in seiner Vita zu verzeichnen. Beispielsweise seine Jahre als Sous Chef in Tim Raues Restaurant „La Soupe Populaire“. Inzwischen ist er selbst stolzer Restaurantbetreiber. Gemeinsam mit Kristof Mulack hat er im Frühjahr 2018 das „Tisk“ gegründet.

Für die neue Folge Feinkost haben Theresa Bäuerlein und Sara Steinert Martin Müller in seiner Speisekneipe in Neukölln besucht und mit ihm über seine Neuinterpretation der Berliner Küche gesprochen.

Martin_MuellerEs ist wichtig, dass die Leute sich hier wohlfühlen. Und dafür brauchen sie kein Kronleuchter oder weiße Tischtücher oder Silberbesteck. Martin Müllerwill seine Gäste mit der Qualität der Gerichte überzeugen 

Redaktion: Sara Steinert und Jan Philipp Wilhelm


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