Fest.Spiel.Radio #15: Internationalisierung im Theater

06.06.2013

Deutsch ist, wenig überraschend, die Standardsprache an hiesigen Theatern. Aber Englisch wird zunehmend wichtiger. Was heißt das für Theatermacher?

Schauspieler Anders Mossling von Verk Produksjoner in Stalker. / Foto: © Verk Produksjoner

Einen Shakespeare auf einer deutschen Bühne zu sehen, heißt meistens auch einen deutschen Text zu hören. Selten werden die Dramen und Komödien im Original gespielt. Warum auch? Schließlich kann man sich nicht darauf verlassen, dass Schauspieler wissen, was sie da auf Englisch sprechen und ob die Zuschauer alle Englisch können, wer weiß das schon?

Mit der zunehmenden Internationalisierung gerät diese Ansicht allerdings langsam ins Wanken. Freie Theatergruppen aus ganz Europa treffen sich zu Festivals und touren über den Kontinent. Da muss oft auch eine gemeinsame Sprache her, die alle verstehen.

Die norwegische Theatergruppe Verk Produksjoner hat diese Erfahrung gerade erst gemacht. Ihre Produktion Stalker wurde zum Beispiel aus dem Norwegischen übersetzt und war jetzt in Leipzig das erste Mal auf Englisch zu sehen.

Was es bedeutet, mit Texten in einer Fremdsprache zu arbeiten und wie die Internationalisierung in der Theaterszene voranschreitet, haben wir mit dem Regisseur Frederik Hannestad und dem Sound Designer Per Platou diskutiert.


Das Interview in englischer Originalfassung


Fest.Spiel.Radio – ist eine Kooperation mit dem Leipziger Centraltheater anlässlich der Leipziger Festspiele.

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