Fest.Spiel.Radio #4: Theater als Gesamtkunstwerk

21.03.2013

Kann Theater zum Gesamtkunstwerk werden? Und was steckt hinter diesem schwammigen Begriff?

Das Leben als Gesamtkunstwerk: Christoph Schlingensief beim Bau seines Operndorfs in Afrika. Foto: © Aino Laberenz/Frieder Schlaich/dapd

begleitete Klaus Maria Brandauer bei einer Lesung am Klavier. Foto: R. Arnold/CentraltheaterArno Waschkbegleitete Klaus Maria Brandauer bei einer Lesung am Klavier. Foto: R. Arnold/Centraltheater 

Es muss eine Schnaps-Idee gewesen sein, die Richard Wagner da Gerüchten zufolge hatte: Ursprünglich wollte er eine seiner Opern in einem extra gebauten Holztheater aufführen lassen. Nach dem Ende der Aufführung sollten Zuschauer und Musiker das Theater so schnell wie möglich verlassen, das Theater sollte in Brand gesetzt und die Partituren ins Feuer geworfen werden.

Richard Wagner war schon immer fasziniert von der Idee des Gesamtkunstwerks. 1849 taucht sie zum ersten Mal in Texten des Komponisten auf, für ihn war das Gesamtkunstwerk das Kunstwerk der Zukunft. Seine Opern sollten mehr sein als nur Gesang und Musik auf der Bühne. Sie sollten alle Gattungen der Kunst umfassen.

Damit prägte Wagner lange Zeit die Idee von Musiktheater. Heute hat sich der Begriff des Gesamtkunstwerks weiterentwickelt. Die Performances von Herman Nitsch fallen genau so darunter, wie Christoph Schlingensiefs Idee des Operndorfs in Afrika.

Über Theater als Gesamtkunstwerk haben wir mit dem Musiker Arno Waschk gesprochen, der selbst Musiktheater macht.


Fest.Spiel.Radio – ist eine Kooperation mit dem Leipziger Centraltheater anlässlich der Leipziger Festspiele.

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