FIFA kündigt Torlinientechnik an: Fluch oder Segen für den Fußball?

19.02.2013

Zur WM 2014 soll die Torlinientechnik im Fußball eingeführt werden. Der europäische Fußballverband ist mit der FIFA-Entscheidung unzufrieden. Droht dem internationalen Fußball eine Zerreißprobe? Fußballreporter Manni Breuckmann im Gespräch.

Bald eine neue Zweitklassigkeit im Fußball? Untere Ligen werden sich die Torlinientechnik nicht leisten können. Foto: © Martin Abegglen/ flickr.com

Im Fußball muss das Runde ins Eckige. Goldene Regel und Kern des Fußballs. Doch manchmal wird sie auf den Kopf gestellt. Zuletzt bei der Europameisterschaft im vergangenen Jahr: Gastgeber Ukraine schießt bei Rückstand ein Tor gegen England. Der Ball hatte die Torlinie überquert, bevor er weggschossen wurde – ein Pfiff des Schiedsrichters war jedoch nicht zu hören.

Exakte Entscheidungen wie beim Tennis?

ist einer der bekanntesten deutschen Fußballreporter.Manni Breuckmannist einer der bekanntesten deutschen Fußballreporter. 

„Der Torklau von Donezk“ hat die Debatte um technische Hilfe bei Torentscheidungen im Fußball neu angestoßen. In anderen Sportarten wird Technik bereits eingesetzt. Im Tennis kann so genau beurteilt werden, ob ein Ball die Auslinie überquert hat oder nicht.

Nun soll es technische Hilfe für den Schiedsrichter auch im Fußball geben. Der Fußballweltverband FIFA hat verkündet, dass er die Torlinientechnik bereits zum Confederations Cup in diesem Sommer einführen will. Dann käme sie auch bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien zum Einsatz.

Viele Trainer und Spieler befürworten diese Entscheidung. Gegenwind kommt von UEFA-Chef Michel Platini. Diese Technik sei teuer und Fußball verliere so an Reiz. Wie es künftig um die Kombination „Rundes“ und „Eckiges“ steht, darüber haben wir mit dem Sportreporter Manni Breuckmann gesprochen.