Flashmob in München: Ein Verbot und seine Folgen

19.12.2011

Ein auf dem Marienplatz in München geplanter Flashmob ist vom Ordnungsamt der Stadt verboten wurden, da erhebliche Sicherheitsbedenken bestanden. Oder war es doch nur eine Reaktion auf den Münchner S-Bahn Flashmob eine Woche zuvor?

Flashmobs sind spontane Aktionen, wie hier eine Kissenschlacht vor dem Reichstagsgebäude in Berlin. Foto: © Timur Emek/dapd

„Stehen – damit es weitergeht!“. Unter diesem Motto sollte am vergangenen Wochenende in München auf dem Marienplatz ein so genannter Flashmob stattfinden. Dazu hatte eine Facebookgruppe aufgerufen, die damit eine Aktion aus der Sendung „Neo Paradise“ auf ZDF Neo unterstützen wollte.

vom Kreisverwaltungsreferat MünchenDaniela Schlegelvom Kreisverwaltungsreferat München 

Einfach nur stehen bleiben klingt eigentlich harmlos, rief aber trotzdem das Kreisverwaltungsreferat der Stadt München auf den Plan, das den Flashmob kurzerhand verbieten ließ. Die Organisatoren reagierten prompt und so trafen sich insgesamt 400 Menschen einfach auf dem Odeonsplatz, beobachtet von 100 eingesetzten Polizisten. Die Personalien des 17-jährigen Flashmob-Initiators wurden aufgenommen, ob es allerdings rechtliche Konsequenzen geben wird, ist noch offen.

Welche Gründe es für das Verbot gab und welche Folgen zu erwarten sind, haben wir Daniela Schlegel vom Kreisverwaltungsreferat in München gefragt.