Formel 1: Dauerstreit um Rennreifen

07.06.2013

Zu hart, zu kalt, zu unkonstant – die Formel-1-Reifen sorgen für Stirnrunzeln bei fast allen Teams. Vor dem Grand Prix in Kanada gibt es wieder Wirbel. Mittendrin: Mercedes und Nico Rosberg, der Sieger des vergangenen Rennens in Monaco.

Der italienische Reifenhersteller Pirelli liefert seit 2011 die Reifen für die Formel 1. Foto: © Antonio Scorza/AFP

Auf einmal hat es geklappt. In den Grand Prixs zuvor (in Bahrain und in Spanien) ging Nico Rosberg von Startplatz 1 ins Rennen – am Ende wurde er Neunter und Sechster. In Monaco Ende Mai war das anders, denn Rosberg überquerte mit seinem Mercedes als Erster die Ziellinie.

Aber nicht jeder hat sich darüber gefreut. Die Konkurrenzteams Red Bull und Ferrari haben sogar Protest eingelegt, da die Silberpfeile anscheinend unerlaubt Reifen getestet haben sollen.

Pirelli in der Kritik

Der italienische Reifenhersteller Pirelli steht somit erneut in der Kritik. Die Teams beklagen sich, dass die Reifen mal zu hart, mal zu weich seien.

Für den nun anstehenden Grand Prix in Kanada hatten die Italiener ursprünglich angekündigt, zu liefern. Nach heftigen Protesten hat sich Pirelli doch dagegen entschieden.

Warum die Reifen in diesem Jahr für solche Probleme sorgen und was uns für ein Rennen in Kanada erwartet, das haben wir Christian Danner gefragt. Er ist früher selbst in der Formel 1 gefahren und kommentiert seit 15 Jahren an der Seite von Heiko Waßer die Rennen der Königsklasse.

Das Ganze ist ein großes Politikum. Alle jammern, weil sie gerne einen eigenen Vorteil daraus schlagen würden. – Christian Danner, Formel-1-Experte