Forschungsquartett | Grönland: Abtauen in Höchstgeschwindigkeit

04.10.2012

Das Bild eines Eisbären auf einer schmelzenden Eisscholle ist zum Symbolbild des Klimawandels geworden. Nun sorgt das Grönlandeis für Schlagzeilen: Es taut in Rekordgeschwindigkeit.

Noch nie ist das Grönlandeis so schnell geschmolzen. (© Nils-Eric Schumann/dapd)

Seit gut 30 Jahren beobachtet die NASA nun schon mit Satelliten den Grönländischen Eisschild. Diese riesige, zusammenhängende Eisschicht bedeckt fast 80% von Grönland und ist bis zu drei Kilometer dick. In den letzen Monaten sind nach Angaben der NASA jedoch 97% der oberen Eisschicht angetaut und die Eismasse ist auf ein Rekordtief geschmolzen.

Der Polarforscher arbeitet am Geoforschungszentrum in Potsdam.Ingo SasgenDer Polarforscher arbeitet am Geoforschungszentrum in Potsdam. 

Grund genug für das Geoforschungszentrum in Potsdam, sich intensiver mit der Entwicklung des Grönlandeises auseinander zu setzen. Mit zwei Satelliten untersucht das Team von Ingo Sasgen, wie viel Eis Grönland wirklich verliert und was das für den Meeresspiegel bedeutet.

Was wir in den letzten zwei Jahren beobachten ist außergewöhnlich im Vergleich zu den letzten 50 Jahren.

Katja Schmidt hat mit Ingo Sasgen über die Arbeit als Polarforscher und die neusten Ergebnisse seiner Forschung gesprochen.

+++Das Forschungsquartett in Kooperation mit der Helmholtz Gemeinschaft+++

Das Forschungsquartett jede Woche hören? Dann abonnieren Sie doch hier den Podcast.