Forschungsquartett | Cebit: Digitale Welten erforschen

20.03.2014

Wie kann sich der Einzelne vor Datenmissbrauch schützen? Wie kann die Gesellschaft von der Digitalisierung profitieren? Diese Fragen stehen im Fokus des Wissenschaftsjahrs 2014 und waren auch Thema auf der CeBIT.

Darf auf der weltgrößten Messe für Informationstechnik natürlich nicht fehlen: Roboy, ein humanoider Roboter, u. a. entwickelt von Schweizer Forschern. Foto: © Max Heeke

ist offizieller Botschafter für Robotik. Foto: Max HeekeRoboyist offizieller Botschafter für Robotik. Foto: Max Heeke 

Die Digitale Welt steckt voller Entdeckungen und Geheimnisse.

Da ist natürlich der Traum des Menschen, sein Abbild zu schaffen- die neuste Generation Roboter wie Roboy kann mittlerweile Rad fahren und sich bewegen wie ein Mensch.

Neben analogen Entwicklungen stehen aber vor allem die großen Daten, Big Data, im Fokus des Wissenschaftsjahres und der CeBIT.

Im Dickicht der Digitalisierung lauern viele Gefahren. Eine davon: Apps, die unter dem Radar fliegen.

Die Forscher der Fraunhofer-Gesellschaft Niels Fallenbeck und Rachid El Khayari haben eine Software für Apple und Android mitentwickelt, die überprüfen kann, auf welche Daten Apps zugreifen. Fazit: Tendenziell speichern Apps mehr Daten als für die Funktion notwendig sind. Die Software ist für Unternehmen geeignet, um zu entscheiden welche Apps firmenintern genutzt werden dürfen. Sie könnte aber auch Privatpersonen bei der Auswahl von Apps helfen.

hat die Software 'AppRay' für Android-Geräte mitentwickelt. Foto: Max HeekeNiels Fallenbeckhat die Software 'AppRay' für Android-Geräte mitentwickelt. Foto: Max Heeke 

programmierte den 'Appicaptor' für Apple-Endgeräte. Foto: Max HeekeRachid El Khayariprogrammierte den 'Appicaptor' für Apple-Endgeräte. Foto: Max Heeke 

Im Netz schwirren Abermillionen Daten umher. So soll 2015 das weltweite Datenaufkommen 4,8 Zettabyte betragen. Die Frage, wie sich die riesigen Datenmengen nutzen lassen, ist essentiell. Ein Beispiel für die Anwendung von großen Datenmengen in Medizin und Politik ist EO2HEAVEN. Die Software verbindet Informationen von Patienten mit Wetterdaten und dient als Frühwarnsystem gegen Epidemien. Das Programm des Fraunhofer-Instituts für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung kam bereits in Uganda zur Früherkennung der Cholera-Krankheit zum Einsatz.

hat die Online-Enzyklopädie Wikipedia gegründet. Foto: Max HeekeJimmy Waleshat die Online-Enzyklopädie Wikipedia gegründet. Foto: Max Heeke 

Auch Jimmy Wales, Gründer von Wikipedia, war zu Gast auf der CeBIT. Er betont die enormen Chancen der Digitalisierung für die politische Partizipation:

Online Communities now are becoming incredibly powerful and I encourage people to think about how you can come together in a stronger way to demand change. – Jimmy Wales

detektor.fm-Reporter Max Heeke hat sich auf der CeBIT in die digitale Welt begeben.


+++ Das Forschungsquartett in Kooperation mit der Fraunhofer-Gesellschaft+++

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