Forschungsquartett | Computermodelle für das Klima der Zukunft

13.12.2012

Klimamodelle liefern gute Prognosen für das globale Klima in 50 oder 100 Jahren. Doch der Klimawandel wird regional sehr unterschiedlich ausfallen. Zur Vorbereitung auf die Folgen wären deshalb regionale Vorhersagen nützlicher als globale. Wie gut schneiden Klimamodelle dabei ab?

Eine Schlüsselregion für zukünftige Klimamodelle: Die Arktis. Das Forschungsschiff “Polarstern” könnte helfen, die nötigen Daten zu sammeln. Foto: © S. Hendricks/Alfred-Wegener-Institut

Wie das Wetter in den nächsten paar Tagen wird, sagt uns der Wetterbericht ziemlich zuverlässig vorher. Aber ob der nächste Sommer schön wird oder eher regnerisch, das wissen wir noch nicht – dafür ist das Klima ein zu komplexes System. Über die globale Entwicklung in den kommenden Jahrzehnten wiederum weiß die Wissenschaft einiges – der Klimawandel lässt sich zuverlässig beschreiben. Klimaforscher entwickeln dafür verschiedene Klimamodelle.

Meteorologin am Alfred-Wegener-Institut PotsdamDörthe HandorfMeteorologin am Alfred-Wegener-Institut Potsdam 

Doch zwischen kurzfristigen Wettervorhersagen und langfristigen Klimaprognosen klafft eine Lücke. Klimatische Veränderungen in bestimmten Ländern oder Regionen in den nächsten drei, fünf oder zehn Jahren lassen sich kaum vorhersagen – oder doch?

Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung haben in einer Studie untersucht, wie gut die anerkannten Klimamodelle bei solchen mittelfristigen regionalen Vorhersagen sind. Genau solche Vorhersagen würden einzelnen Ländern sehr helfen, sich auf die Folgen des Klimawandels einzustellen – denn die sind in verschiedenen Gebieten der Erde sehr unterschiedlich.

Dörthe Handorf ist Meteorologin am Alfred-Wegener-Institut Potsdam und war an der Studie beteiligt. Im Beitrag erklärt sie, wie Klimamodelle funktionieren, wie gut sie regionale Klimaveränderungen berechnen können – und warum das Alfred-Wegener-Institut ein eigenes, besseres Klimamodell entwickelt.


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