Forschungsquartett | Die Schwarmintelligenz der Menschen

14.11.2013

Schwarmforscher des Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei haben herausgefunden, dass Menschen Allltagsprobleme in Gruppensituationen besser bewältigen können. Ist der Schwarm also klüger als der Einzelne?

Bahnhofsdurchsagen sind oft schwer zu verstehen: Seine Mitmenschen zu befragen, kann da hilfreich sein. Foto: flickr.com/mueritz

empfehlen bei Verständnisproblemen mehr Austausch mit Mitmenschen.Jens Krause und Romain Clément empfehlen bei Verständnisproblemen mehr Austausch mit Mitmenschen. 

Die Forscher vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) nehmen in ihren Studien die Unterwasserwelt unter die Lupe – meistens jedenfalls. Auch Menschen stehen immer wieder im Fokus ihrer Wissenschaft – denn wir haben oft ähnliche Verhaltensweisen wie Fische.

Die Schwarmforscher Jens Krause und Romain Clément aus Berlin haben in ihrer neuesten Untersuchung jetzt herausgefunden, dass Menschengruppen in Alltagssituationen häufig schlauer sind als Einzelpersonen. Dafür haben sie Studenten verschiedene Bahnhofsansagen deuten lassen.

Wieso die Leistung der Masse die des Individuums übertrifft, hat sich detektor.fm-Redakteurin Doris Hellpoldt vom Forschungsteam der IGB erklären lassen.

We found, that in groups the accuracy is much higher, than in individuals and even better, than the best individuals, in almost all cases. – Romain Clément