Forschungsquartett | Eine Solarzelle auf Rekordkurs

17.10.2013

Trotz oder gerade wegen der gegenwärtigen Krise in der deutschen Solarbranche arbeiten Wissenschaftler an effizienteren Solarzellen. Das Fraunhofer-Institut hat nun eine Solarzelle mit rekordverdächtigem Wirkungsgrad entwickelt.

1999 hat die rot-grüne Bundesregierung das „100.000-Dächer-Programm“ gestartet. Damit sollte der Bau von Photovoltaik-Anlagen gefördert werden. Seither ist in der deutschen Solarbranche viel passiert.

Nach einer knappen Jahrzehnt Wachstum befindet sich die Solarindustrie seit Ende 2011 jedoch in der Krise. Zahlreiche Hersteller von Solaranlagen und Solarkraftwerken mussten bereits Insolvenz beantragen. Besonders die günstige Konkurrenz aus China verdirbt der deutschen Industrie momentan das Geschäft. Und jetzt sorgt auch noch die Erhöhung der EEG-Umlage für negative Schlagzeilen.

forscht am »Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme«.Matthias Grave forscht am »Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme«. 

Der Krise zum Trotz wird weiterhin an der Verbesserung von Solaranlagen geforscht: Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg hat nun eine Zelle mit einem Wirkungsgrad von 44,7 Prozent entwickelt. Laut Matthias Grave, Wissenschaftler des ISE, ist das der höchste bislang erreichte Wirkungsgrad. Effektiver geht es bisher nicht.

Wie eine Solarzelle überhaupt Strom erzeugt und was das Besondere an dieser Rekordzelle ist, erklärt Max Heeke.


+++ Das Forschungsquartett in Kooperation mit der Fraunhofer-Gesellschaft +++

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