Forschungsquartett | Hirnforschung: Funktion folgt Form

06.02.2014

Bauplan des Gehirns: Hängt die Anatomie des Gehirns mit seiner Funktion zusammen? Forscher haben entdeckt, dass die Übereinstimmung zwischen Hirnstruktur und Informationsfluss beim Tagträumen besonders hoch ist.

Das Gehirn ähnelt einem U-Bahnnetz, so der neueste Stand in den Neurowissenschaften. Forscher untersuchen den Zusammenhang zwischen “Stationen, Tunneln und Fahraktivität”. Foto: © DearEdward | flickr.com Lizenz: CC BY 2.0

forscht am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung. Foto: © MPIBAndreas Hornforscht am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung. Foto: © MPIB 

In der jüngsten Zeit ist das Interesse für den Schaltplan des Gehirns stark gewachsen. Die USA hat vor einigen Jahren ein Projekt gestartet, um das Gehirn zu kartografieren. Auch die EU fördert ein Großprojekt mit mehr als einer Milliarde Euro, um eine Karte des Gehirns zu konstruieren.

Forscher am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung (MPIB) haben nun in einer Studie entdeckt, dass ein bestimmtes Hirnnetzwerk besonders große Übereinstimmungen zwischen Anatomie und Funktion aufweist: Das „Default Mode Network„.

Es ist immer dann besonders aktiv, wenn wir tagträumen. Beim Tagträumen wirkt also ein automatischer Mechanismus im Gehirn, so der Erstautor der Studie Andreas Horn.

Wie hängt der anatomische Schaltplan – also wo liegen die Kabel zwischen Bereichen im Gehirn – mit dem funktionellen Schaltplan – also wo fließt tatsächlich Strom – zusammen?
– Andreas Horn, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am MPIB

detektor.fm-Redakteur Max Heeke erklärt, wie die Forscher zu ihren Erkenntnissen gekommen sind.


+++ Das Forschungsquartett in Kooperation mit der Max-Planck-Gesellschaft +++

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