Forschungsquartett | Ist direkte Demokratie der Schlüssel zum Wählerglück?

15.08.2013

Die Bundestagswahl naht, doch so mancher Wähler ist von Parteien und Politikern enttäuscht. Rufe nach mehr Beteiligung, etwa durch Volksabstimmungen, werden lauter. Ist direkte Demokratie der Heilsweg zum Wählerglück? Forscher der Max-Planck-Gesellschaft konnten das nicht bestätigen.

Am 22. September steht auch der Wunsch nach direkter Demokratie zur Wahl. Foto: © Gabi Eder / pixelio.de

„Die Gestaltung der Zukunft soll nicht länger nur in den Händen der Parteien liegen.“ Das ist eine typische Forderung von Befürwortern direkter Demokratie.

arbeitet am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Kollektivgütern.Emanuel Towfigharbeitet am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Kollektivgütern.  

In Volksabstimmungen kann der Wähler selbst über seine Anliegen abstimmen und direkt in die Politik eingreifen. Das soll der um sich greifenden Politikverdrossenheit Einhalt gebieten.

Mit Thesen wie diesen hat sich Emanuel Towfigh, Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts zur Erforschung von Kollektivgütern, auseinandergesetzt.

In einer Studie untersuchten Towfigh und seine Kollegen, welche Entscheidungsverfahren die Wähler am ehesten akzeptieren: Volksentscheide oder Beschlüsse von Parteien?

Max Heeke erklärt, warum die Wissenschaftler den Erwartungen an direkte Demokratie einen Dämpfer verpassen.

Forschungsquartett - Ist direkte Demokratie der Schlüssel zum Wählerglück?

Direkte Demokratie ist dann erfolgreich und verschafft dann verstärkt Akzeptanz, wenn das Thema den Befragten wichtig ist. – Emanuel Towfigh, Max-Planck-Institut zur Erforschung von Kollektivgütern


+++ Das Forschungsquartett in Kooperation mit der Max-Planck-Gesellschaft +++

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