Forschungsquartett | Lichtverschmutzung: Verlust der Nacht durch künstliches Licht

03.05.2012

Tag und Nacht - ein Gegensatzpaar, das sich immer mehr aufhebt. Jedes Jahr kommt 5% künstliches Licht hinzu und erhellt die Nacht. Eine Forschungsgruppe in Leipzig untersucht, wie sich das auf Amseln auswirkt.

Viele Sterne sind von Europa aus nicht sichtbar, es ist schlichtweg zu hell auf der Erde. Foto: © ESO/ddp

Die Nacht ist dunkel, ruhig, manchmal bedrohlich, die Welt drückt auf die Pause-Taste und schläft. So sollte es zumindest sein, doch die Nacht ist in Gefahr – ihr Feind ist mittlerweile überall, das Licht. Das Licht von Laternen, Straßenbeleuchtungen und Gebäuden lässt die Städte und den Nachthimmel erstrahlen – mit vielen Folgen für Mensch und Tier.

„Zu viel Licht kann schädlich sein“

Ein Forschungsverbund untersucht, wie sich die Lichtverschmutzung und der damit einhergehende Verlust der Nacht auswirkt. Das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) leitet das Projekt, das unterschiedliche Forschungsbereiche umfasst.

In Leipzig untersucht das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung, was die schwindende Nacht für Amseln bedeutet. detektor.fm-Redakteurin Anke Werner war beim nächtlichen Amsel-Fangen dabei.

+++Das Forschungsquartett in Kooperation mit der Helmholtz Gemeinschaft+++

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