Forschungsquartett: Parodontitis-Erreger schneller erkennen

10.01.2013

12 Millionen Deutsche leiden an Parodontitis. Wird die Krankheit nicht behandelt, kann es zum Zahnausfall kommen. Mit einer neuen Diagnostikplattform lassen sich die Erreger schneller nachweisen.

Arbeitsgruppenleiter Nanotechnologie am Fraunhofer Institut für Zelltherapie und ImmunologieDr. Dirk KuhlmeierArbeitsgruppenleiter Nanotechnologie am Fraunhofer Institut für Zelltherapie und Immunologie 

Um festzustellen, welche Bakterienspezies für die Parodontitis verantwortlich ist, mussten Proben bislang in einem aufwendigen Verfahren in einem Labor analysiert werden. Forscher des Fraunhofer Instituts für Zelltherapie und Immunologie haben eine integrierte Plattform entwickelt, mit der die Probe noch vor Ort in der Praxis untersucht werden kann.

„Die Vorteile des Systems sind, dass es viel schneller geht […], sodass eine Behandlung des Patienten in einer Sitzung möglich wäre.“ sagt Dr. Dirk Kuhlmeier, Arbeitsgruppenleiter Nanotechnologie am Fraunhofer Institut für Zelltherapie und Immunologie. Auch wenn der Zeitgewinn für Parodontose-Patienten eine weniger wichtige Rolle spielt, kann das Verfahren auch für die Erkennung anderer Infektionskrankheiten angewendet werden.

Anke Behlert mit näheren Informationen zum neuen Verfahren.


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