Forschungsquartett | Protonenstrahlen gegen Krebs

02.08.2012

In 20-30 Kliniken wird die Protonen-Therapie schon angewendet. Die Bestrahlung mit Protonen hat viele Vorteile: sie ist so präzise, dass ausschließlich kranke und keine gesunden Zellen zerstört werden. Nur muss sie sich in klinischen Studien noch beweisen, denn der Teufel steckt im Detail.

Ähnlich wie im Uniklinikum Heidelberg: der Bestrahlungsraum mit Gantry. Foto: © Sascha Schürmann/dapd

weist darauf hin, dass nicht alle Krebs-Patienten mit der Protonen-Therapie behandelt werden können.Prof. Dr. Wolfgang Enghardtweist darauf hin, dass nicht alle Krebs-Patienten mit der Protonen-Therapie behandelt werden können. 

In Deutschland wird beinahe jede Minute Krebs diagnostiziert. Patienten müssen sich oft einer Chemotherapie unterziehen und sich bestrahlen lassen. Die Bestrahlung ist zwar eine der wichtigsten Behandlungsmethoden von Krebs. Sie birgt aber auch große Risiken für gesunde Körperzellen, die in der Nähe des Tumors liegen.

Vor allem tiefe Tumore kann man besser behandeln

Um die Heilungs- und Überlebenschancen der Patienten zu vergrößern, forschen Wissenschaftler des Forschungsverbundes “OncoRay” an der Strahlentherapie mit Protonen. Sie soll so präzise wie möglich nur die kranken Zellen zerstören.

Die bleiben und das kann man sich vorstellen als wenn man mit einem Luftgewehr in einen Sandsack schießt, in einer bestimmten Tiefe im Gewebe einfach stecken. Das heißt hinter dem Strahl gibt es praktisch keine Dosis. – Wolfgang Enghardt

Besser als die Therapie mit Röntgenstrahlen?

forscht an einer Kamera, die die Bestrahlung unmittelbar überprüft.Dr. Fine Fiedlerforscht an einer Kamera, die die Bestrahlung unmittelbar überprüft. 

Außerdem soll die Bestrahlung mit einer speziellen Kamera überwacht werden, mit der schon während der Bestrahlung Abweichungen festgestellt werden können. Fine Fiedler vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf entwickelt die so genannte „Compton-Kamera“ gemeinsam mit Wolfgang Enghardt.

Ein überwachte Therapie mit Protonen könnte für einige Krebspatienten weniger Spätfolgen bedeuten. Für welche Tumore die Therapie angewendet werden kann und wo Probleme liegen, hat Anke Werner die Forscher gefragt. Sie war vor Ort in Dresden.

+++Das Forschungsquartett in Kooperation mit der Helmholtz Gemeinschaft+++

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