Forschungsquartett | Was studierst Du so? Ich werde Erfinder!

16.08.2012

In Potsdam kann man in einem Zusatzstudium lernen, wie man "erfindet". Zweimal die Woche werden neue Geistesblitze produziert. "Design Thinking" ist das Schlagwort. Dabei arbeiten Teams an praktischen Fragestellungen und das ganz ohne Credit Points und Noten.

“Superbello” - eine der rund 50 Erfindungen der Walt-Disney-Comicfigur Daniel Düsentrieb. Foto: © HO/dapd

sucht keine Super-Experten, sondern fachlich breit aufgestellte Studenten.Prof. Ulrich Weinbergsucht keine Super-Experten, sondern fachlich breit aufgestellte Studenten. 

Wer an Erfindungen denkt, hat vielleicht das Bild vom etwas wirren Daniel Düsentrieb im Kopf. Der sitzt einsam in der Garage und tüftelt an neuen unmöglichen Ideen, immer auf der Suche nach dem nächsten Geistesblitz. Die Studenten an der „HPI School of Design Thinking“ der Universität Potsdam verkriechen sich jedoch nicht in dunkle Kammern, sondern sie lernen das Erfinden an der Universität. Und dafür werden keine Einzelkämpfer gesucht, sondern Teamplayer.

Daniel Düsentrieb hätte deutlich besser sein können, wenn er sich verbündet hätte. – Professor Ulrich Weinberg

„Design Thinking“ ist ein Zusatzstudium, das parallel zum „normalen“ Studium absolviert wird. Die Idee stammt von der „d.school“ an der Stanford Universität in Kalifornien. In Potsdam spinnen ein Jahr lang kreative Köpfe aus der ganzen Welt aus den unterschiedlichsten Studienrichtungen an neuen Ideen. Sie orientieren sich dabei an der Praxis:

Wir lassen uns von Unternehmen, Organisationen, öffentlichen Einrichtungen und Ministerien Fragestellungen geben, an denen dort getüftelt wird und wo man sich gern frischen Wind von außen reinholt. – Professor Ulrich Weinberg

Wem das nützt und wie die Erfinder von morgen ausgewählt werden, darüber haben wir mit Ulrich Weinberg, dem Leiter der Erfinder-Akademie, gesprochen.

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