Forschungsquartett | Traumatisierte Kinder – Spuren in der Seele und dem Erbgut

18.01.2013

Kann man an den Genen ablesen, wie bewegt das Leben verlaufen ist? Das geht, haben Forscher am Max-Planck-Institut in München herausbekommen. Im Fokus stehen traumatisierte Kinder.

Individualisierte Therapien sollen traumatisierten Kindern das Leben erleichtern. Foto: Phillipp Guelland/dapd.

erforscht Grundlagen der Genfunktionen am Max-Planck-Institut in München.Torsten Klengelerforscht Grundlagen der Genfunktionen am Max-Planck-Institut in München.  

Wenn Kinder Zeuge oder sogar Opfer schrecklicher Ereignisse werden, prägt sie das meistens für ihr ganzes Leben. Um die Therapiemöglichkeiten für Betroffene zu verbessern, versuchen Forscher am Max-Planck-Institut für Psychiatrie heraus zu bekommen, was genau bei einem Trauma im Kopf eines Kindes passiert. Dabei haben sie herausgefunden, dass Gene bei einem prägenden negativen Ereignis dauerhaft verändert werden können.

Mit dieser Erkenntniss sind die Wissenschaftler noch lange nicht am Ziel angekommen. Die Erkenntnisse seien immer noch ein Teil der Grundlagenforschung, sagt  Torsten Klengel. Er war maßgeblich an der Studie beteiligt. Juliane Neubauer über die Forschungsergebnisse, die betroffenen Kindern langfristig bei der Traumabewältigung helfen sollen.


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