Freistunde | Das Portrait: Jonas ist Pianist – und blind

"Eigentlich möchte ich nur Töne anschlagen und denen zuhören"

10.07.2015

Haben Sie schonmal ein Instrument gelernt? Dann wissen Sie, wie schwer es ist, nachzumachen, was einem jemand zeigt. Bevor all das ganz intuitiv klappt, kommt langes Üben und Nachspielen. All das, ohne sehen zu können, was man tut? Unvorstellbar, denken die meisten - nicht so für Jonas Hauer. Er ist blind, und er ist Pianist. Ein Portrait von Nicolas Semak und Christoph Michael.

Werden wir in 10 Jahren noch über Podcasts nachdenken? Eine der Fragen in unserer Diskussionsrunde.

Werden wir in 10 Jahren noch über Podcasts nachdenken? Eine der Fragen in unserer Diskussionsrunde.

Sonntags zwischen 18 und 19 Uhr nehmen wir uns in der „Freistunde“ ja gern mal etwas mehr Zeit: für Essays, Features, und diesmal für ein hörbares Portrait.

Das kommt von Nicolas Semak und Christoph Michael. Die beiden machen in und aus Berlin den Podcast „Kiezrekorder“. Und sie haben Jonas Hauer besucht. Jonas ist Pianist – und er ist seit seinem zweiten Lebensjahr blind.

Ins Mikrofon erzählt Jonas von seiner Liebe zu Geräuschen und zur Musik. Er erzählt, wie er die Welt über seine Ohren wahrnimmt. Er erzählt, wie er Noten liest. Und er zeigt, wie unverkrampft er mit all dem umgeht.

Die beiden Macher schreiben: „Seine Schilderungen über die überwiegende Wahrnehmung und Interpretation der Welt über Töne, sein unkomplizierter Umgang mit dieser Situation und vor allem sein musikalisches Können beeindruckten uns nachhaltig.“

Wir senden das Portrait am Sonntag, den 12.07., zwischen 18 und 19 Uhr.