Geben kino.to-Nutzer mehr Geld für Kino und DVDs aus?

19.07.2011

Besucher von illegalen Netzseiten wie dem mittlerweile geschlossenen kino.to investieren möglicherweise mehr Geld in Kinobesuche und DVDs als durchschnittliche Internetnutzer.

Hat die Nutzung illegaler Streaming-Portale keinen negativen Einfluss auf Filmkonzerne? / © Cinemaxx (dapd)

ist Professor für Kommunikationswissenschaft an der Universität Erfurt.Joachim Höflichist Professor für Kommunikationswissenschaft an der Universität Erfurt. 

Anfang Juni wurden dreizehn mutmaßliche Drahtzieher des Streaming-Portals kino.to wegen gewerbsmäßiger Urheberrechtsverletzung und Bildung einer kriminellen Vereinigung festgenommen. Aktuell laufen die Ermittlungen noch. Filmkonzerne klagen schon seit langem über enorme Einbußen durch illegale Filmseiten. Jetzt ist allerdings bekannt geworden, dass die Gesellschaft für Konsumforschung offenbar in einer Studie herausgefunden hat, dass Nutzer jener Internetseiten mehr Geld für Kino und DVDs ausgeben als der Durchschnittsnutzer. Allerdings ist die Studie nie veröffentlicht worden und auch die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. konnte bei Rückfragen nichts Konkretes sagen. Die Ergebnisse der Studie könnten offenbar die Argumentation der Filmbranche infrage stellen.

Zum Thema hat sich Joachim Höflich bei detektor.fm geäußert. Er ist Professor für Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt für Medienintegration an der Universität Erfurt