Gesund Leben | Burnout: “Infarkt” der Psyche

26.09.2011

Burnout-Fälle sind im Arbeitsalltag keine Seltenheit mehr. Erst letzte Woche entfachte der Rücktritt des Schalke Trainers Rangnick die Diskussion um seelische Erschöpftheit erneut. Trotzdem ist Burnout immer noch ein gesellschaftliches Tabu. Warum?

Ist wegen Erschöpfung zurückgetreten: Schalke Trainer Ralf Rangnick. Foto: © Sascha Schuermann/ ddp



Seit dem Rücktritt von Schalke-Trainer Ralf Rangnick wird in Deutschland plötzlich und sehr öffentlichkeitswirksam wieder über Burnout diskutiert. Der Schalke-Trainer war in der vergangenen Woche wegen Erschöpfung vom Trainerposten zurückgetreten und will sich eine Auszeit nehmen.

Manche sprechen bereits von Burnout als „Volkskrankheit“, liegt doch der Verdacht nahe, dass in Zeiten, in denen Arbeit und Privatleben zunehmend verschmelzen, immer mehr Menschen an emotionaler Erschöpfung und reduzierter Leistungsfähigkeit leiden.

Facharzt für Psychotherapie mit dem Spezialgebiet der Burnout-Vorsorge.Bernd SprengerFacharzt für Psychotherapie mit dem Spezialgebiet der Burnout-Vorsorge. 

Doch „Burnout“ ist immer noch ein Tabu-Thema. Deshalb werden viele Belastungen im Arbeitsalltag als normal wahrgenommen und oft zu spät behandelt.

Das ist ein gesellschaftliches Phänomen, dass alles, was mit dem Psychischen zu tun hat, immer noch sehr schambesetzt ist und deswegen wird wenig darüber gesprochen. (Bernd Sprenger)

Leiden tatsächlich immer mehr Menschen an Burnout? Wie man erste Anzeichen erkennt und was man dagegen tun kann, erklärt Bernd Sprenger im Interview. Er ist Facharzt für Psychotherapie und hat sich auf Burnout-Vorsorge spezialisiert.

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