Gesund Leben | Cochlear-Implantat ermöglicht Tauben das Hören

28.01.2013

Tauben das Hören wieder ermöglichen - was nach einem medizinischen Wunder klingt, ist mit einem Cochlear-Implantat möglich. Doch nicht alle Hörgeschädigte kommen dafür in Frage.

Ein Cochlear-Implantat besteht aus einem hauchdünnen Silikonfaden, der in die Windungen der Gehörschnecke, der Cochlear, geschoben wird. Foto: Carsten Koall/ dapd.

Der Fall Helen Keller ist sehr bekannt: Die Frau, deren Bild auf amerikanischen 25-Cent Münzen geprägt ist, hatte mit zwei Jahren ihr Gehör nach einer Krankheit verloren. Weil sie zudem auch noch blind war – ist eine Verständigung mit ihr fast unmöglich gewesen. Nur durch eine engagierte Lehrerin, die ihr ein Fingeralphabet beibrachte, wurde aus Helen Keller die erste taubblinde Schriftstellerin.

leitet die HNO-Abteilung an der Uniklinik Freiburg.Roland Laszigleitet die HNO-Abteilung an der Uniklinik Freiburg. 

Vom Fingeralphabet zum Cochlear-Implantat

Heutzutage würde es für Helen Keller einige Alternative geben. Zum Beispiel ein Cochlea-Implantat (CI) – eine Innenohrprothese, die den Hör-Nerv anstelle der geschädigten Haarzellen mit Sinneseindrücken versorgt. Bislang ist es die einzige Neuroprothese, die bereits funktioniert. In Deutschland gibt es bereits mehr als 7.000 Hörgeschädigte, die ein CI tragen.

Wer dafür in Frage kommt und wie so ein Implantat funktioniert, erklärt Roland Laszig. Er ist Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen- und Ohrenheilkunde.


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