Gesund Leben | Noch gelenkig oder schon hypermobil?

14.01.2013

Wenn sogenannte Schlangenmenschen loslegen, scheinen die Knochen nur aus Gummi zu bestehen. Aber was steckt eigentlich hinter der so genannten Hypermobilität?

Eine herausragende Beweglichkeit ist beim Ballett Voraussetzung. Foto: © Carsten Koall/dapd.

Sie können sich bewegen als hätten sie keine Gelenke oder Beine und Arme aus Gummi. Im Zirkus nennt man sie Schlangenmenschen. Doch oft steckt mehr dahinter als nur ein Talent für Beweglichkeit.

Orthopäde und ärztlicher Direktor am Klinikum StuttgartThomas WirthOrthopäde und ärztlicher Direktor am Klinikum Stuttgart 

Wer außergewöhnlich gelenkig ist, seine Finger, Arme und Beine verdrehen kann, sodass es beim Zusehen schmerzt, ist möglicherweise hypermobil. Ärzte verstehen unter Hypermobilität eine verstärkte Beweglichkeit eines Gelenkes. Die Bänder sind dabei verlängert oder überdehnt und lassen so einen deutlich größeren Spielraum in den Gelenken zu.

Was im Zirkus oder beim Ballett bewundert wird, kann jedoch ernsthafte Folgen für die Gesundheit haben. Hypermobile leiden schneller unter Rückenschmerzen oder Rheuma.

Was Hypermobilität genau ist und was dagegen hilft, weiß Thomas Wirth. Er ist Professor für Orthopädie am Klinikum Stuttgart.


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