Gesund Leben | Was hilft bei Neurodermitis?

11.06.2012

Die Haut ist gerötet, schuppt und juckt so sehr, dass es einen um den Schlaf bringt. Neurodermitis ist nicht lebensgefährlich, doch meist eine furchtbare Qual. Was die Krankheit auslöst, ist nicht eindeutig geklärt.

Türkische Kangal-Fische werden manchmal zur Therapie von Neurodermitis oder Schuppenflechte eingesetzt. Dabei nagen sie totes Gewebe von der Haut. Foto: © Mario Moschel/ dapd

Vorsitzender des Bundesverband Neurodermitiskranker in Deutschland e.V.Jürgen PfeiferVorsitzender des Bundesverband Neurodermitiskranker in Deutschland e.V. 

Mit sechs Monaten hat der Sohn von Jürgen Pfeifer sich fast den Strampler vom Leib gerissen. So sehr litt das Kind unter seiner Neurodermitis, dass es kaum schlafen konnte. Heute, 30 Jahre später, ist sein Sohn gesund, sagt er. Geheilt sei er aber nicht, denn die Krankheit Neurodermitis ist chronisch.

An Neurodermitis leiden in Deutschland etwa vier bis sechs Millionen Menschen.

Neurodermitis gilt offiziell als Hautkrankheit, doch oft spielen weitere Faktoren eine große Rolle. Die Psyche, Ernährung, die körperliche Verfassung – bei Neurodermitis ist es schwer, eine Ursache zu finden. Experten sind sich heute einig, dass vermutlich die Gene eine Rolle spielen.

Eine individuelle Krankheit verlangt eine individuelle Therapie

Jürgen Pfeifer hat seiner Familie selbst geholfen. Heute informiert er andere Betroffene, hält Vorträge und ist Vorsitzender des Bundesverband Neurodermitiskranker in Deutschland e.V., unter dem 28 Selbsthilfegruppe und mehr als 10.000 Mitglieder organisiert sind.

Wie seinem Sohn geholfen werden konnte und was er Betroffenen rät, hat er Christoph Dziedo im Interview erzählt.

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