Grabstein 2.0 – Digitale Trends auf dem Friedhof

29.10.2012

Trauerportale im Internet, Gedenk-Homepages für Verstorbene – das Thema Tod ist im Internet längst angekommen. Jetzt halten die digitalen Trends auch auf dem Friedhof Einzug.

Grabstein mit QR-Code: Bei einem Steinmetz in Köln gibt es das bereits. Foto: © Roberto Pfeil/dapd

Generalsekretär des Bundesverbandes der BestatterRolf LichtnerGeneralsekretär des Bundesverbandes der Bestatter 

Das Internet hat den Umgang mit dem Tod verändert: Längst gibt es nicht mehr nur die klassische Todesanzeige in der Zeitung, wenn Verwandte oder Freunde gestorben sind. In Trauerportalen und auf eigens eingerichteten Homepages können Angehörige Abschied nehmen, ihr Beileid bekunden und an den Toten erinnern. Sogar Facebook bietet eigene Profile für Verstorbene an.

Doch das digitale Gedenken ist nicht dem Internet vorbehalten: Auch auf Friedhöfen gibt es neue Formen von Grabsteinen. So kann ein Flachbildschirm eingelassen werden, der Fotos und Videos der Verstorbenen zeigt. Beispiele dafür gibt es bereits in Münster und Köln. Außerdem können QR-Codes auf Grabsteinen Informationen zum Leben des Toten geben oder auf eigene Internetseiten verweisen.

Ob die digitalen Grabsteine in Zukunft der neue Trend für Friedhöfe sind und wie das Internet die Trauerkultur verändert hat, erklärt Rolf Lichtner, Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Bestatter, im Interview.

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