Grimme-Chef: «Wir sind zu faul zum Umschalten»

02.03.2011

Nur weniges himmelt die Medienwelt so an, wie die renommierten Grimme-Preise. Was denkt der Direktor des Grimme-Instituts also über die Zukunft der öffentlich-rechtlichen Medien? Ein Gespräch über Quoten, Qualität und die Faulheit des Publikums.

Fernseher mit 3D-Bildern, die mit einer entsprechenden Brille «scharf» werden. Ist das die Zukunft? / © Foto: Lennart Preiss (ddp)

ist Direktor des Grimme-Instituts. / © grimme-institut.deUwe Kammannist Direktor des Grimme-Instituts. / © grimme-institut.de 

Das öffentlich-rechtliche Fernsehen hat in Deutschland nicht den besten Ruf. Das Programm sei voll von Talkshows und Quiz-Sendungen. Qualitäts-Formate würden auf die Nachtplätze abgeschoben. Und überhaupt gehe es mit der Qualität von ARD und ZDF stetig und seit Jahren nur bergab. Doch ist diese Qualität wirklich so schlecht – und das Programm so unerträglich, wie immer alle schimpfen? Und wenn ja: wer trägt daran Schuld? Die Macher oder die Nutzer?

Das wollten wir von jemandem wissen, der sich seit Jahrzehnten darüber Gedanken macht. Erst als Medienjournalist, heute als Direktor des Grimme-Institus, das mit dem „Grimme-Preis„, dem „Grimme Online Award“ und dem „Deutschen Radiopreis“ einige der wichtigsten Auszeichnungen der Medienwelt in Deutschland vergibt: Uwe Kammann im Gespräch über die aktuelle Situation und die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

Grimme-Chef über die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Fernsehens