“Im Großen und Ganzen hat Lanz seine Sache gut gemacht.” – Der Neustart von “Wetten, Dass..?”

08.10.2012

Mit Spannung wurde dieses Debüt erwartet: "Wetten, dass..?" mit dem Nachfolger von Thomas Gottschalk - das Flaggschiff deutscher Samstagabend-Unterhaltung unter neuem Kapitän. Eine Einschätzung von Uwe Kammann, dem Direktor des Grimme-Instituts.

Guter Start bei “Wetten, dass…”: Die Premiere von Moderator Markus Lanz haben mehr als 13 Millionen Zuschauer gesehen. Foto: Joerg Koch/ddp

Mehr als 13 Millionen Fernsehzuschauer haben das „Wetten, dass…“-Debüt von Moderator Markus Lanz eingeschaltet. Die Sendung – ein Urgestein der Samstagabend-Unterhaltung – wurde optisch und inhaltlich überarbeitet. So gibt es nun eine fahrbare Couch und alle prominenten Gäste nehmen gleich zu Anfang darauf Platz. In einer Sache blieb der neue Moderator seinem Vorgänger Thomas Gottschalk allerdings treu: Die Sendezeit wurde maßlos überzogen.

Die Kritiken in den deutschen Medien fielen gemischt aus. Auch der Moderator selber äußerte sich auf Focus online kritisch zu seiner ersten großen Samstagabend-Show: „Wir haben noch viel Arbeit vor uns. Das wird spannend in den nächsten Wochen und Monaten.“ Immerhin: seinem Vorgänger Thomas Gottschalk – der als Juror von „Das Supertalent“ zur gleichen Sendezeit auf RTL zu sehen war – war er quotenmäßig weit überlegen.

Das Grimme-Institut vergibt jedes Jahr den Grimme-Preis für hochwertiges Fernsehen. Grund genug, den Direktor Uwe Kammann um eine Einschätzung zu Markus Lanz‘ Debüt bei „Wetten, dass…“ zu bitten. Mit Kritik spart Kammann nicht, findet aber:

Im Großen und Ganzen hat Lanz seine Sache gut gemacht. (…) Wenn er diese Art von moderner Normalität durchhält, in der Kombination mit der Frische, die er auch hat, dann ist das eine ganz eigene Marke und dann muss man nicht immer nach Thomas Gottschalk schielen. (Uwe Kammann)

Hören Sie hier das Interview mit Uwe Kammann: