Guardiola, der FC Bayern und der Hype

18.01.2013

Fußballdeutschland überschlägt sich gerade vor Begeisterung. Der FC Bayern München hat sich den begehrtesten Trainer der Welt ins Haus geholt. Aber woher kommt der Hype um Guardiola?

Ab Sommer diesen Jahres wird Pep Guardiola den FC Bayern München trainieren. Foto: Sebastian Widmann/dapd

ist Sportjournalist bei der Süddeutschen ZeitungThomas Kistnerist Sportjournalist bei der Süddeutschen Zeitung 

Erst war es nur ein Gerücht, das rasend schnell die Runde machte. Der ehemalige Trainer des FC Barcelona, Josep „Pep“ Guardiola, soll zum FC Bayern gehen und dort Jupp Heynckes ablösen.

Seit dieses Gerücht bestätigt ist, kennt der Jubel keine Grenzen mehr. Vom Ritterschlag für die Bundesliga ist die Rede, der deutsche Fußball sei so attraktiv wie nie.

Sportjournalisten überbieten sich gegenseitig mit Superlativen um diesen Trainer-Coup der Bayern zu würdigen.

 

Weniger Fußballverrückten wird die ganze Begeisterung um Guardiola ein wenig spanisch vorkommen. Dabei können die Bayern zu Recht stolz sein, diesen Ausnahmetrainer verpflichtet zu haben. In fünf Jahren gewann der 42-jährige Katalane mit seinem alten Verein – dem FC Barcelona – alles, was er gewinnen konnte. Er krempelte die Mannschaft nahezu vollständig um und prägte maßgeblich den Tiki-taka Spielstil, mit dem auch die spanische Nationalmannschaft enorm erfolgreich geworden ist.

Jetzt wechselt der Star unter Europas Trainern zum FC Bayern München. Ab Juli wird er Cheftrainer an der Säbener Straße und löst damit Jupp Heynckes ab, der seine Karriere nach dieser Saison beenden will. Im Gespräch erklärt der Sportjournalist Thomas Kistner, warum Guardiola ein so großer Coup für die Bayern ist und woher der ganze Hype um seine Verpflichtung kommt.

Die Perspektive beim FC Bayern war sicher für Guardiola ausschlaggebend. – Thomas Kistner